DWD Synoptische Übersicht Mittelfrist

20-07-2026 11:01

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Montag, den 20.07.2026 um 10.30 UTC



Anfangs außer im Südwesten nur mäßig warm oder warm und im Nordosten
unbeständig. Ab Freitag von Südwesten wärmer und wieder Sommertemperaturen, am
Samstag im Südwesten aber Gewitter möglich. Ab Sonntag zunehmend unbeständig mit
Schauern und Gewittern und erneut Abkühlung.
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Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 27.07.2026


Am Donnerstag überdeckt ein umfangreicher Höhentrog das östliche Mitteleuropa.
Dieser schwenkt im Tagesverlauf weiter nach Osten und zum nordwestlichen Balkan,
wobei sich im Grenzbereich nach Weißrussland ein abgeschlossenes Höhentief
bildet. Schauerbewölkung beeinflusst anfangs vor allem noch den Osten
Deutschlands. Dabei ist recht kühle Nordseeluft wetterbestimmend mit
850-hPa-Temperaturen zwischen 4 und 11 Grad.

Am Freitag schwenkt der nachfolgende Höhenkeil von Frankreich und der Nordsee
nach Deutschland und stützt ein abgeschlossenes Hoch über Deutschland, welches
bis Tagesende zum östlichen und südöstlichen Mitteleuropa wandert und aus einem
Azorenhochkeil entstehen soll.

Am Samstag schwenkt der Höhenrücken von Deutschland nach Polen und der
nachfolgende Höhentrog erreicht abends Zentralfrankreich. Dort entsteht eine
Tiefdruckrinne, die sich nach Deutschland verlagert. Dabei strömt sehr warme bis
heiße Luft in große Teile Deutschlands.

Der Trog schwenkt am Sonntag nach Deutschland und die Tiefdruckrinne zieht bis
Tagesende nach Westpolen. Damit sickert von Westen und Nordwesten feuchte und
allmählich kühlere Luft nach Mitteleuropa.

Am Montag schwenkt der Trog langsam nach Polen, wird aber von Westen noch einmal
regeneriert. Am Rande des hochreichenden Tiefs nördlich von Schottland strömt
von Westen und Nordwesten kühlere Meeresluft Nach Deutschland.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Der neue Modelllauf des IFS berechnet die synoptischen Basisfelder bis Samstag
ähnlich wie die beiden Modellläufe von gestern. Lediglich die konvektiven
Regenfälle (inclusive Gewitter) am Samstag im Südwesten werden im neuen Lauf
stärker simuliert.
Am Sonntag bestimmt nach den Modelruns von gestern im Süden und Osten noch sehr
warme bis heiße Luft das Wettergeschehen und es gibt nur im Nordwesten und ganz
im Süden Schauer oder Gewitter, wobei die westliche Höhenströmung eher glatt
ausgeprägt ist.
Im neuen Lauf zieht der Höhentrog eines Zentraltiefs bei Island nach Deutschland
und sorgt verbreitet für Schauer und Gewitter bei vor allem im Süden und Osten
nicht so hohen Temperaturen.
Am Montag gleichen sich die Modellläufe wieder an und überall kann es Schauer
oder Gewitter geben. Nur die gestrigen Läufe simulieren im Osten und Süden noch
Sommertemperaturen.
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Die anderen Modelle einschließlich ICON simulieren die Entwicklung bis Montag
recht ähnlich.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Clusteranalyse berechnet vom 5. Bis zum 7. Folgetag 3 Cluster, die aber im
Wesentlichen ein ähnliches Wetterszenario zeigen und den Ablauf wie oben
beschrieben erwarten lassen.
In der Rauchfahne von Offenbach bleiben die Temperaturen in 850 hPa im
gemäßigten Bereich zwischen 6 und 9 Grad. Am Freitag beginnen die Temperaturen
zu steigen, um am Samstag einen Höhepunkt mit rund 15 Grad zu erreichen.
Anschließend sinken die Temperaturen wieder, um in der neuen Woche meist
zwischen 8 und 12 Grad zu liegen.
Zudem steigt die Regenwahrscheinlichkeit ab Samstagabend etwas an.

Die Rauchfahne von Offenbach spiegelt sich auch bei den 2-Meter-Temperaturen
wieder: Hier wird am Samstag der Höhepunkt mit rund 30 Grad erreicht.
Anschließend geht es in der neuen Woche mit Temperaturen um 25 Grad gemäßigt
weiter.
Im Osten wird der wärmste Tag erst am Sonntag erreicht und ab Montag liegen auch
hier die Temperaturen um 25 Grad.
Im Nordwesten und im äußersten Norden kühlt es nach einem warmen bis sehr warmen
Samstag auf Temperaturen um oder etwas über 20 Grad ab.
Nach Südostbayern könnte ab Dienstag noch einmal schwülwarme Luft einsickern.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Die Wahrscheinlichkeit signifikanter Wettererscheinungen ist zunächst gering.
Erst am Samstag steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit vor allem im Südwesten an,
wobei Starkregen, Hagel und stürmische Böen möglich sind. Unwetter sind nicht
ganz ausgeschlossen.
Am Sonntag und Montag sind vor allem im Osten und Süden markante Gewitter
möglich und Unwetter weiterhin nicht ganz ausgeschlossen.
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Basis für Mittelfristvorhersage
Mosmix, EPS, operationelle Modelle.
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VBZ Offenbach / Dipl. Met. Olaf Pels Leusden