DWD Synoptische Übersicht Kurzfrist
03-03-2026 18:01
SXEU31 DWAV 031800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 03.03.2026 um 18 UTC
SCHLAGZEILE:
Keine markanten Entwicklungen.
Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 06 UTC
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Aktuell ... liegt Deutschland, sowie weite Teile Europas unter dem Einfluss
einer Hochdruckzone, die vom Balkan bis zu den Britischen Inseln reicht. Dabei
ist für uns meist trockene Festlandsluft bestimmend, in der die langsam
kräftiger werdende Sonne einen großen Tagesgang der Temperaturen bringt. Aktuell
am Nachmittag liegt die Temperatur gebietsweise über 15°C, kommende Nacht sinkt
sie meist wieder in den leichten Frostbereich. Und das bei vielfach geringer
Bewölkung oder klarem Himmel.
Kleinere Baustellen sind ein Kaltlufttropfen im Ostalpenraum, der am Alpenrand
eine gewisse Labilisierung und einige Schauer brachte. Diese sind abends vorbei.
Was bleibt ist eine feuchtere Grundschicht im Süden, die für dichtere
Nebelfelder, vor allem in der Donauniederung gut ist. Auch im Norden ist nicht
alles 100% auf "Hochdruck" getrimmt. Mit Passage einer kaum wetteraktiven
Kaltfront (nur Wolkenfelder) und eines vorlaufenden Bodentroges, dreht der Wind
auf Nordwest bis Nord und es folgt eine kältere Luftmasse, deren
Temperaturrückgang aktuell von der Nordsee her gut beobachtet werden kann.
Nachts löst sich der Tiefausläufer über Norddeutschland schon mehr und mehr auf
und eine neue Hochzelle über der Nordsee kräftigt sich. Übrig vom Tiefausläufer
sind Wolkenfelder, die im Nordwesten einige knapp frostfreie Regionen zur Folge
haben.
Auch im Norden und der Mitte sind lokale Nebelfelder möglich; weniger oft,
weniger dicht, als an der Donau.
Mittwoch ... Hält sich die Spannung vom Wetterablauf her in Grenzen. Ein
Höhenkeil stützt eine große Bodenhochdruckzone, die neben weiteren Gebieten in
Süd- und Südosteuropa auch Mitteleuropa überdeckt. Zwei Schwerpunkte sind über
Österreich und Norddeutschland zu finden. Der Druckgradient über Mitteleuropa
ist schwach.
Der Kaltlufttropfen mutiert derweil zum Trog und zieht Richtung Ungarn ab.
Absinken und trockene Luft bringen Strahlungswetter und einen kräftigen Anstieg
der Temperaturen auf 13 bis 18°C über der Mitte und nach Westen hin. Wolken- und
Nebelfelder können gebietsweise über Bayern die Einstrahlung dämpfen, während
über der nördlichen Mitte auch noch frontale Restwolken da sein können. Regen
fällt nicht.
Auch wenn der Tiefausläufer der Auflösung anheimfällt, der Temperaturrückgang
postfrontal im Norden fällt auf. Die Maxima liegen 4 bis 6 K unter denen des
Dienstags, im Norden werden 10°C teilweise kaum geschafft. Dafür wird es im
Süden 2,3 Grad wärmer als am Dienstag.
In der Nacht zum Donnerstag verlagert sich der Schwerpunkt des hohen Druckes ins
östliche Mitteleuropa. Am (Aus)Strahlungswetter ändert sich bei wolkenarmen
Bedingungen nichts. Die Temperatur geht auf Werte um 0°C zurück, im Westen eher
darüber, sonst häufiger darunter. Im Osten ist mäßiger Frost bis -8°C laut Mos
möglich. In 5 cm Höhe bis -10°C. Besonders in der Osthälfte ist eine gewisse
Nebelneigung vorhanden.
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Synoptische Entwicklung bis Freitag 06 UTC
Donnerstag ... geht die trockene Hochdrucklage weiter. Die
Strömungskonstellation ändert sich kaum.
Mit großer Temperaturamplitude geht es tagsüber kräftig nach oben, und bei 14
bis 19°C als Maximum zeigt der Temperaturtrend gegenüber dem Vortag wieder meist
aufwärts.
Mehr Details sind in der Frühübersicht zu finden.
Modellvergleich und -einschätzung
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Die Entwicklung ist unstrittig.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner