DWD Synoptische Übersicht Mittelfrist
 

S Y N O P T I S C H E   Ü B E R S I C H T   M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 10.02.2012 um 10.30 UTC



Umstellung auf eine zyklonale Nordlage. Temperaturanstieg, aber weiterhin meist winterlich
mit Schnee und nur im Nordwesten Regen. Am Dienstag und Mittwoch windig. 
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Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 17.02.2012


Zu Beginn des mittelfristigen Vorhersagezeitraums am Montag befindet sich Deutschland am 
Vorderrand des Keils eines hochreichenden Hochs westlich von Irland in einer nördlichen 
Strömung. Südlich von uns hat sich über Italien in einem langwelligen Trog ein 
abgeschlossenes Höhentief etabliert. Am Boden überquert uns im Tagesverlauf die 
abgeschwächte Kaltfront eines Tiefs über dem Baltikum und sorgt von Nord nach Süd 
fortschreitend für leichten Schneefall. Im Nordwesten gehen die Schneefälle, aufgrund der 
rückseitig der Kaltfront einströmenden milderen Luft, in Regen über und im 
Übergangsbereich zwischen Schnee und Regen kann es auch zu gefrierendem Regen kommen. Die 
Umstellung der bodennahen Strömung auf West beendet die lang andauernde kalte 
Hochdruckwetterlage. 

Am Dienstag wandert das Höhentief über Italien in Richtung Balkan ab. In der Nordströmung 
vorderseitig des Keils über den britischen Inseln rutscht ein hochreichendes Tief am 
Mittwoch nach Süden in Richtung östliches Mitteleuropa und erneuert den mittel- bzw. 
osteuropäischen Langwellentrog. Dadurch wird bei uns frische Polarluft von Norden her 
zugeführt und aufgrund der erhöhten Labilität im Zusammenhang mit dem Höhentief kommt es 
bei uns zu schauerartig verstärkten Schneefällen, die in den Staulagen der Mittelgebirge 
sowie der Alpen auch durchaus für ergiebigere Neuschneemengen sorgen können. Ein weiterer 
Warnaspekt am Dienstag und Mittwoch ist der frische Nordwestwind, bei dem auch im 
Flachland starke Windböen, im Bergland auch stürmische Böen oder Sturmböen auftreten 
können. Sie schwächen sich am Donnerstag mit Abzug des Troges in Richtung Osten bzw. dem 
Vorstoß eines Keils des Azorenhochs in Richtung Skandinavien wieder ab. 
Im erweiterten Mittelfristzeitraum ab Freitag schwenkt der Keil zwar nach Süden, aber 
weitere Tiefausläufer sorgen am Wochenende dann erneut für unbeständiges aber etwas 
milderes Wetter. Im Flachland geht der Schnee dann in Regen über. 
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Im Mittelfristzeitraum besteht eine gute Übereinstimmung zwischen dem heutigen Hauptlauf 
zu den Vorläufern. Im erweiterten Mittelfristzeitraum zeigt der neue Lauf ein etwas 
milderes Szenario. 
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
 

Insgesamt zeigen die anderen globalen Modelle eine recht ähnliche Entwicklung auf wie der 
EZMW-Hauptlauf. 
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die NewCluster zeigen im Zeitraum 120 bis 168 Stunden nur zwei Cluster, belegt mit 36 bzw.
15 members. Der deterministische Lauf und der Kontrolllauf befinden sich im Cluster 1. Die
Clustermittel unterscheiden sich im Wesentlichen nur in der Ausprägung des 
Trog-Keil-Systems. 
Die Rauchfahne für Offenbach zeigt einen recht starken Anstieg der Temperatur von Werten 
bei annähernd -14 Grad auf ein Temperaturniveau im -6 Grad ab Dienstag. Operationeller 
Lauf und Kontrolllauf liegen dabei im mittleren Bereich der Rauchfahne. Ab Dienstag geht 
die Temperatur wieder leicht zurück um dann im erweiterten Mittelfristzeitraum wieder 
stark auf Werte über -5 Grad in T850 anzusteigen. Ab Montag tauchen auch die ersten 
Niederschlagssignale auf, sie bleiben jedoch im gesamten Zeitraum meist unter 5mm/12h. 
Insgesamt gesehen liegen die Ensemble-Produkte auf einer Linie mit den deterministischen 
Vorhersagen.
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Anfangs gibt es in der Nacht zum Montag im Südosten noch starken Frost. Im weiteren 
Verlauf kommt es allerdings zu einer deutlichen Milderung. Am Dienstag und Mittwoch sorgen
durchschwenkende Tiefausläufer in den Staulagen der Mittelgebirge für stärkere 
Schneefälle, teilweise über 10cm/12h. 
Weiterhin muss am Dienstag und Mittwoch im Bergland mit stürmischen Böen und Sturmböen 
gerechnet werden. 
EFI zeigt am Montag in Süddeutschland noch eine kalte Witterungsphase. Ab Dienstag sind 
bei uns keine Wetteranomalien mehr erkennbar. 

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Basis für Mittelfristvorhersage
MOSMix, EZMW, EPS
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VBZ Offenbach / Dipl.  Met. R. Ullrich 
 

Quelle: DWD
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