DWD Synoptische Übersicht Mittelfrist
 

S Y N O P T I S C H E   Ü B E R S I C H T   M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 14.09.2014 um 10.30 UTC



Spätsommerlich warm mit örtlichen Schauern und Gewittern vor allem im Südwesten 
und Süden, Später auch in der Mitte und im Osten. Ab dem Wochenende Allmählich 
leichter Temperaturrückgang. 
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Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 21.09.2014


Am Mittwoch liegt Deutschland zwischen einem hochreichendem Tief westlich der 
Biskaya und einem Trog über Osteuropa im Bereich relativ hohem Geopotentials, 
das allerdings nur geringe Potentialunterschiede aufweist. Niedertroposphärisch 
sickert zwischen dem Tief im Südwesten und dem Hoch mit Kern am Rande des 
Baltikums von Südosten wärmere Luft nach Norden, so dass am Donnerstag die 
10-Grad-Isotherme die Nordsee und die Oder erreicht.
Am Freitag rückt die zonalisierte Frontalzone von Norden etwas näher und  von 
dem Bodentrog über Frankreich löst sich ein flaches Tief ab, das nach 
Deutschland zieht und in der 2. Tageshälfte durch einen von Nordwesten 
heranschwenkenden Randtrog mehr Wetteraktivität erfahren könnte.
Am Samstag zieht dieses Tief über Polen ostwärts und getriggert durch einen 
Höhenkeil über Westeuropa entsteht über Großbritannien ein neues Hoch. An seinem
Rand gelangt von Nordwesten und Norden etwas kühlere Luft nach Deutschland, so 
dass die 10-Grad-Isotherme zum Tagesende die Alpen erreicht.
Am Sonntag liegen wir zwischen dem Hoch und dem Tief über Osteuropa in einer 
noch etwas kühleren nördlichen Strömung, so dass im Norden die 5 Grad-Isotherme 
ankommt.
In der erweiterten Mittelfrist liegen wir am Rande des nach Skandinavien 
wandernden Hochs in einer nordöstlichen Strömung unter der Zufuhr mäßig warmer, 
teils auch eher kühler Luft.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Der neue Modelllauf zeigt zunächst ähnliche Ergebnisse wie der Lauf von gestern 
00 UTC.
Lediglich am kommenden Wochenende ergibt sich von Norden her ein niedrigeres 
Temperaturniveau und ab Sonntag besonders nach Osten, später auch nach Südosten 
hin ein zyklonaleres Geschehen. 
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Vergleich mit anderen globalen Modellen
 

Zunächst gibt es keine großen Unterschiede. Am Samstag bleiben nach NAVGEM und 
GME warme Luftmassen erhalten und bodennah bleibt eine Süd- bis Südostkomponente
bestehen und der zyklonale Einfluss in der Höhe ist nur gering. Am Sonntag 
bleibt es bei GME bei recht warmer Luft, wobei sich bei uns ein umfangreiches 
Hochdruckgebiet breit macht.
Ab Montag der Folgewoche bleibt es nach GFS und GEM (Can) recht warm bei uns, 
wobei sich die 10-Grad-Isotherme immer im Südwesten befindet und die 
5-Grad-Isotherme nur bei dem Kanadischen Modell mal den Oderraum tangiert. 
Insgesamt bleibt die Lage im Gegensatz zum EZMW auch antizyklonal geprägt.
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Die Clusteranalyse ermittelt bis zur 168. Stunde vier Cluster, wobei der 
Kontroll- und der Hauptlauf in den kühlsten 2. Cluster mit 12 Fällen 
hineinfallen. 
Wahrscheinlicher ist hingegen ein Szenario, bei dem es wärmer bleibt bei 
geringen Luftdruckgegensätzen, wie es Cluster 1, 3 und 4 anzeigen.
Kontroll- und Hauptlauf befinden sich ab dem Wochenende bei der 2m- Temperatur 
am unteren Rand der Temperaturen (EPS-Meteogramm).
Wahrscheinlicher ist ab dem Wochenende ein langsameres Absinken der Temperaturen
auf Temperaturen, die der Jahreszeit entsprechen. 
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Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen


Signifikante Niederschlagsereignisse oder Wind werden für nächste Woche nur von 
GME (Mengen über 30 mm/24 h, Freitag, Samstag) punktuell (Bayern, südl. 
Württemberg) simuliert. Allerdings signalisiert die Wetterinterpretation für 
nächste Woche immer wieder die Gefahr von Gewittern, verbunden mit lokalem 
Starkregen. 
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Basis für Mittelfristvorhersage
Mosmix, oper. Modelle, EPS
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VBZ Offenbach / Dipl.  Met. Olaf Pels Leusden 
 

Quelle: DWD
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