DWD Synoptische Übersicht Kurzfrist
 

SXEU31 DWAV 010800
S Y N O P T I S C H E   Ü B E R S I C H T   K U R Z F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 01.10.2014 um 08 UTC


GWL und markante Wettererscheinungen:
Anfangs im Südosten Starkregen möglich, vereinzelt auch Gewitter. 

Synoptische Entwicklung bis Freitag 24 UTC
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Mittwoch... Über den Osten und Südosten Deutschlands schwenkt heute noch ein 
besonders in 300 hPa gut ausgeprägter Randtrog hinweg, dessen Achse am 
Nachmittag bzw. Abend etwa Tschechien und Polen erreicht. Eine als Höhenfront 
markierte Luftmassengrenze erreicht dabei die Alpen.
Die trogvorderseitige dynamische Hebung führt dabei im Südosten noch zu teils 
konvektiven Niederschlägen, die Feuchte ist dort recht hoch(ppw`s um 25 mm) und 
aufgrund der noch vorhandenen Labilität(CAPE 200 bis 300 J/Kg) sind dort 
vereinzelt auch noch Gewitter möglich. Ob das Kriterium für Starkregen noch 
einmal überschritten wird, bleibt fraglich. COS-DE zeigt zumindest am Alpenrand 
sowie im Erzgebirge noch einmal grenzwertige Signale(eng begrenzt um oder über 
20 mm/3-6h). Einzelne Schauer sind auch noch im Osten und an der östlichen 
Ostsee zu erwarten. Im Laufe des Nachmittags kommt dann aber die 
Schauertätigkeit im Osten und Südosten meist zum Erliegen, direkt am 
südöstlichen Alpenrand sind in Frontnähe vielleicht auch noch auch bis in die 
Nacht hinein lokale Schauer möglich.
Ansonsten folgt dem Trog  von Westeuropa ein Höhenrücken, dessen Achse am Abend 
den Norden und Westen erreicht. Durch Absinken kräftigt bzw. festigt sich dabei 
im weiteren Tagesverlauf wieder die mitteleuropäische Hochdruckbrücke.

Am Abend greift dann ein schwach ausgeprägtes Frontensystem von der Nordsee auf 
den Nordwesten über, dem ein zweites in der Nacht folgt, im thermischen Feld 
sind bis dahin noch beide getrennt voneinander identifizierbar. Beide Fronten 
werden aber durch Hochdruckeinfluss überlagert und sind daher kaum wetteraktiv, 
äußern sich jedoch in kompakterer Bewölkung, aus der ein paar Tropfen Regen 
fallen können.
Ansonsten wird sich in der Nacht angesichts der schwachwindigen Bedingungen in 
der feuchten Grundschicht wieder häufiger Nebel bilden. 
 

Donnerstag...  kommt das Frontensystem im Norden, das sich mittlerweile zu einem
einzigen System verbunden hat, kaum noch südostwärts voran, wird später sogar 
wieder leicht rückläufig. Aufgrund des hohen Bodenluftdrucks von fast 1030 
hPa(im Norden) und unter dem sich von Westen her regenerierenden Höhenrücken 
schwächt sich seine Aktivität weiter ab und die tiefe und auch mittelhohe 
Bewölkung schrumpft in ihre vertikalen Mächtigkeit und bekommt immer mehr 
Lücken. Die hochauflösenden Modelle simulieren am Nordrand der Mittelgebirge 
örtlich noch ein paar Regentropfen. Bei den insgesamt nur schwachgradientigen 
Bedingungen können sich Nebelfelder teils nur sehr zögernd auflösen. 
Somit ist am Donnerstag mit einem ruhigen und nach Nebelauflösung warnfreien Tag
zu rechnen. Die Chancen auf Sonne ist vor allem im Süden und in der Mitte am 
größten, die Mos-MIX Statistik liefert teils relative Sonnenscheindauern 
deutlich über 50%. Dort, wo die Sonne den ganzen Tag oder länger scheint, sind 
T-Maxima bis 22°C möglich. 
In der Nacht zum Freitag muss wieder verbreitet mit Nebel gerechnet werden, 
weniger hingegen im Nordwesten und Norden im Bereich der frontalen 
Restbewölkung.

Freitag...  Der Höhenrücken über Deutschland schwenkt zögernd nach Osten und 
schwächt sich nur wenig ab. Der Schwerpunkt des umfangreichen Hochdruckgebietes 
verlagert sich nach Polen. Am Rande des Hochs wird die frontale Restbewölkung im
Norden weiter nordwärts gedrückt und löst sich langsam auf.
Die größten Chancen auf längeren Sonnenschein gibt wahrscheinlich es am Nordrand
der Mittelgebirge(Südostkomponente der Strömung und evtl. Einbeziehung etwas 
trockenere Luft) und im Südwesten. Die Temperaturmaxima dürften dort 18 bis 22 
Grad erreichen, in Nebelgebieten Bayerns deutlich weniger.
Die Nebelproblematik könnte sich in der Nacht zu Samstag insbesondere im Osten 
aufgrund der Einbeziehung trockenerer Luft mit der Südostkomponente der Strömung
etwas entschärfen. 

Modellvergleich und -einschätzung
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Die anderen vorliegenden op. Modelle zeigen einen ähnlichen Verlauf 

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Michael Goethel  

Quelle: DWD
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