DWD Synoptische Übersicht Kurzfrist
 

SXEU31 DWAV 101800
S Y N O P T I S C H E   Ü B E R S I C H T   K U R Z F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 10.02.2012 um 18 UTC


Markante Wettererscheinungen:
keine

Synoptische Entwicklung bis Montag 12 UTC
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Aktuell ... dominiert weiterhin hochreichend kalte Luft  die Wetterbedingungen in 
Mitteleuropa. Als Kältepol agiert dabei ein Höhentief mit Kern über Oberitalien. Im folgte
von Nordwesten ein Höhenkeil, unter dessen Einfluss sich bei uns am Boden eine kräftige 
winterliche Antizyklone bilden konnte. Mit nordöstlichem Wind wird dabei die Zufuhr 
trockenkalter Luft im größten Teil Deutschlands aufrecht erhalten. Dabei werden von der 
Ostsee her reichlich tiefe Wolken Richtung nordöstliches Deutschland verfrachtet, so dass 
dort die Temperaturen nachts längst nicht so weit zurückgehen wie im übrigen Deutschland. 
De durch die Modelle prognostizierte Auflösung der Wolken in den kommenden Stunden 
erscheint in Anbetracht des Nachschubs von der Ostsee zweifelhaft.   

Samstag ... An der hochwinterlichen und durchwegs trockenen winterlichen Witterung ändert 
sich zunächst nichts. Kleine Störfaktoren stellen lediglich Randeffekte eines Tiefs mit 
Kern über dem mittleren Italien in Form von Wolkenfeldern und geringfügigem Schneefall 
über dem Alpenraum und dem Alpennordrand dar. Sonst bleibt ein Höhenkeil zusammen mit 
einem kräftigen, vom nördlichen Mitteleuropa südwärts ziehenden Bodenhoch 
wetterbestimmend. Abends und in der Nacht zu Sonntag werden allerdings im Norden die 
Weichen für eine beginnende Umstellung der Wetterlage gestellt.  Bis dahin greift in der 
Höhe wärmere Luft von der Nordsee her über den sich abschwächenden Höhenkeil südwärts aus.
Zum Ende des Tages sorgen damit verbundene Hebungsvorgänge im äußersten Norden vereinzelt 
für etwas Schneefall.
    
Sonntag ... Von Norden her setzt die Umstellung der bisher trockenkalten Witterung hin zu 
einer feuchtkalten Witterung ein. Eine vom Nordmeer südwärts gezogene Kaltfront zieht in 
der 2.Tageshälfte von der Nord- und Ostseeküste aus südwärts und kommt bis zum Abend bis 
ins mittlere Deutschland voran. Dahinter wird Meereskaltluft herangeführt, wasde facto mit
einer Frostabschwächung verbunden ist. Im Vorfeld setzt Schneefall ein. Allerdings sind 
die Mengen bereits in Küstennähe gering und nehmen landeinwärts weiter ab. Die mit diesem 
Prozess eingeleitete Winddrehung auf südwestliche, später nordwestliche Richtung zeigt die
Umstellung der bisherigen Situation an.
  
Montag ... Nach Durchzug einer sich immer weiter abschwächenden Kaltfront dreht die 
Strömung auf nordwestliche Richtung und leitet die Zufuhr von Meereskaltluft ein, was 
gegenüber der bisherigen Situation eine Milderung bedeutet. Bei im Norden auflebendem Wind
folgt ein okkludiertes Frontensystem eines Nordmeertiefs von der Nordsee her nach und 
verstetigt die nordwestliche Strömung damit. Dabei setzten im Norden leichte Niederschläge
ein, die voraussichtlich als Schnee beginnen, später im Küstenbereich aber in Regen 
übergehen.  


Modellvergleich und -einschätzung
----------------------------------------------------------------Auch die übrigen 
Simulationen zeigen die Umstellung der Wetterlage zu Wochenbeginn mit sehr ähnlichen 
Auswirkungen wie in der deutschen Modellkette.


Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. R. Hering-Zieringer 

Quelle: DWD
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