Wetterlage
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Wetterlage



Die nach Deutschland eingeflossene, hochreichend kalte Meeresluft polaren Ursprungs sorgt bis auf weiteres für einen unbeständigen und winterlichen Witterungsabschnitt. Heute gibt es in der Nordhälfte gebietsweise Schneeregen-, Schnee und Graupelschauer, wobei die Schaueraktivität nach Osten hin geringer ist als im Westen. Vereinzelt sind auch kurze Gewitter möglich. Kurzzeitig kann dabei bis in tiefe Lagen Glätte durch Schneematsch auftreten. In kräftigen Schauern und Gewittern sind zudem Sturmböen aus Südwesten möglich. Ansonsten greifen schauerartige Niederschläge von Westen her auf die mittleren Landesteile, später auch auf den Südwesten über. Diese fallen oberhalb von 200 bis 400 m durchweg als Schnee, je nach Intensität kann es aber auch in tiefen Lagen schneien. Dabei kann es vorübergehend auch mal glatt werden, zumindest durch Schneematsch. Oberhalb von etwa 400 m kommen 5 bis 10 cm Neuschnee, in Staulagen einiger Mittelgebirge um 15 cm zusammen. Der Wind weht auch außerhalb der Schauer mäßig bis frisch aus Südwesten mit steifen Windböen, in freien Lagen vor allem im Norden auch stürmischen Böen. An den Küsten gibt es Sturmböen, auf den Bergen schwere Sturmböen. In freien Lagen des höheren Berglands kommt es zu Schneeverwehungen. In der Nacht zum Freitag treten weitere Schnee- und Graupelschauer auf, gebietsweise kann es auch längere Zeit schneien. Vor allem im Bergland der Mitte und des Südens sind 5 bis 15, im Schwarzwald, im Allgäu und in den nordostbayerischen Mittelgebirgen teils 15 bis 30 cm Neuschnee und in höheren Lagen auch Schneeverwehungen möglich (Unwetter). Gebietsweise sind aber auch in tiefen Lagen längere Nassschneefälle möglich, die für eine geschlossene Schneedecke sorgen können. Verbreitet wird es glatt, abseits des Schneefalls auch durch gefrierende Nässe. Besonders in höheren Lagen der Mitte und des Südens bleibt es windig mit stürmische Böen oder Sturmböen aus Südwesten bis Westen. Auf dem Feldberg im Schwarzwald sowie auf einigen Alpengipfeln sind schwere Sturmböen oder orkanartige Böen möglich.



Letzte Aktualisierung: 29.01.2015, 16.10 Uhr



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Quelle: DWD
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