Wetterlage
 VHDL54 DWOG 051210

Wetterlage



An der Ostseite eines Tiefs bei Irland strömt von Süden her sehr heiße Luft nach Deutschland. Abends erreicht die Kaltfront des Tiefs den äußersten Nordwesten des Landes. Vorderseitig steigt die Gefahr schwerer Gewitter an. Aktuell gibt es in den westlichen Landesteilen einzelne Gewitter, lokal eng begrenzt mit Starkregen bis 25 mm in einer Stunde, stürmischen Böen und ganz vereinzelt auch kleinkörnigem Hagel. Vereinzelt sind bzgl. Starkregens auch Unwetter möglich. Diese ziehen allmählich weiter ostwärts nach Norddeutschland und in die mittleren, später vielleicht auch noch östlichen Landesteile und schwächen sich zur Mittagszeit zumindest vorübergehend ab. Am späten Nachmittag und Abend ziehen dann im Westen erneut Gewitter auf, die allgemein deutlich kräftiger ausfallen und hohes Unwetterpotential aufweisen. Dabei ist dann mit Starkregen über 25 mm in kurzer Zeit zu rechnen, vereinzelt auch über 40 mm (extremes Unwetter). Vor allem aber können lokal eng begrenzt Hagel über 3 cm, vereinzelt auch über 5 cm und Orkanböen um 120 km/h auftreten. Vereinzelt sind auch Tornados möglich. Der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit am späten Nachmittag und Abend lässt sich aktuell noch schwer ausmachen. Voraussichtlich sind vor allem Nordrhein-Westfalen, das nördliche Rheinland-Pfalz, Teile von Hessen, das südliche, vielleicht noch mittlere Niedersachsen und im weiteren Verlauf dann auch Thüringen und Sachsen-Anhalt betroffen. Weiter südlich treten erst zum Abend hin nur vereinzelte Gewitter auf, am ehesten im Bergland, die dann lokal eng begrenzt ebenfalls Unwetterpotential aufweisen können. Während die Hitze im Nordwesten nachlässt, bleibt die extreme Wärmebelastung in weiten Landesteilen noch bestehen und die Temperatur steigt häufig über 35 Grad, im äußersten Südwesten vereinzelt wieder bis nahe 40 Grad. In der Nacht zum Montag verlagert sich die Hauptgewittertätigkeit weiter in die östlichen Landesteile, wobei die ganze Nacht über weiterhin mit Unwettern zu rechnen ist, deren Intensität nur zögernd nachlässt. Vor allem die Gefahr von Großhagel und die Sturm- bzw. Tornadogefahr nimmt im Laufe der Nacht aber ab. Im Süden gibt es ebenfalls einzelne Gewitter, wobei diese nicht so heftig ausfallen dürften und eher selten Unwetterpotential aufweisen. Im Westen und Norden, später auch in der Mitte beruhigt sich das Wetter rasch und es bleibt dort oft trocken.



Letzte Aktualisierung: 05.07.2015, 14.10 Uhr



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Quelle: DWD
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