Wetterlage
 VHDL54 DWOG 230910

Wetterlage



Die eingeflossene polare Meeresluft gerät unter schwachen Hochdruckeinfluss. Lediglich der Süden und Südosten verbleiben zunächst noch im Einflussbereich eines Tiefs über dem Balkan und der Adria. An den Alpen bleibt voraussichtlich bis in den Freitag hinein in Lagen unterhalb von 800 m eine unwetterartige Dauerregenlage bestehen, wobei unter Berücksichtigung bisher gefallener Mengen verbreitet 60 bis 90 l/qm, in Staulagen auch mehr als 100 l/qm Regen fallen können. Anfangs sind auch vereinzelte Gewitter dabei. Oberhalb von 800 bis 1000 m schneit es weiterhin kräftig, nach Osten hin intensiver als in Richtung Allgäu. Bis Freitagvormittag fallen oberhalb von 1000 m - aufsummiert seit Mittwoch - 30 bis 70 cm, in exponierten Staulagen auch um 100 cm Schnee. Dabei besteht weiterhin die Gefahr von Schneebruch, in höheren Lagen durch Schneeverwehungen. Zunächst regnet es auch noch in den südostdeutschen Mittelgebirgen, die dort bis zum Vormittag laufenden markanten Dauerregenwarnungen werden aber nicht mehr verlängert. Ansonsten liegen die Höhenlagen des Erzgebirges in Wolken, sodass dort teilweise nur Sichtweiten unter 150 m herrschen. Im Tagesverlauf nimmt der anfangs im Süden und Südosten zum Teil noch lebhafte nordwestliche Wind weiter ab. Anfangs muss in tiefen Lagen aber noch mit Böen der Stärke 7 Bft, auf den Bergen weiterhin mit Sturmböen (8 bis 9 Bft), in exponierten Gipfellagen auch mit schweren Sturmböen (10 Bft) gerechnet werden. Zum Abend hin lebt der Wind auch im Nordseeumfeld wieder auf, kommt dabei aber aus Südwesten. An der nordfriesischen Küste und auf Helgoland kann es dann steife Windböen (7 Bft) geben. In der Nacht zum Freitag dauert, wie oben beschrieben, die Dauerregen- und Schneefalllage an den Alpen noch an, die Intensität der Niederschläge nimmt aber weiter ab. Ansonsten kann sich bei vorübergehend gering bewölktem Himmel vor allem in der Mitte, im Südwesten und in der Osthälfte gebietsweise Nebel bilden. Sollte es auch mal länger aufklaren, gibt es in ungünstigen Lagen leichten Frost oder Bodenfrost. Im Nordseeumfeld weht weiterhin frischer Südwest- bis Südwind mit einzelnen Böen 7 Bft in exponierten Küstenlagen.



Letzte Aktualisierung: 23.10.2014, 11.10 Uhr



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Quelle: DWD
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