Wetterlage
 VHDL54 DWOG 310150

Wetterlage



Ein Sturmtief zieht von Schottland über die Nordsee und Dänemark bis zum Abend zur südlichen Ostsee. Sein Sturmfeld greift im Tagesverlauf auf Deutschland über. Der Regen im Westen weitet sich bis in die Frühstunden rasch ostwärts aus, dann fällt außer in Teilen des Südwestens überall in Deutschland Niederschlag. Im Nordosten und im östlichen Bergland ist dabei vorübergehend bis in tiefe Lagen Schnee möglich, dabei besteht Glättegefahr durch Schneematsch. Sonst steigt die Schneefallgrenze rasch bis in die höchsten Kammlagen. Der Wind nimmt ab der zweiten Nachthälfte und in den Frühstunden im Westen und Süden wieder deutlich zu, dabei gibt es dann auch in den Niederungen stürmische Böen oder Sturmböen (Bft. 8 bis 9) aus Südwest, im Nordseeumfeld und in den Mittelgebirgen sowie im Alpenvorland schwere Sturmböen (Bft. 10), auf exponierten Gipfeln Orkanböen. In der Osthälfte dreht der Wind vorübergehend auf Südost bis Süd und weht nur schwach bis mäßig. Tagsüber legt der Wind weiter zu. Dann ist im gesamten Vorhersagebereich mit Sturm- oder schweren Sturmböen zu rechnen. Vor allem in Nord- und Ostdeutschland sowie im Alpenvorland kann es bis in die Niederungen orkanartige Böen (Bft. 11), vereinzelt auch Orkanböen (Bft. 12), zunächst aus Südwest, später aus West geben. Den äußersten Nordosten erreicht das Sturmfeld erst am späten Nachmittag oder Abend, dann nimmt der Wind im Südwesten bereits wieder ein wenig ab. In den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen gibt es Orkanböen, auf exponierten Gipfeln auch extreme Orkanböen bis 160 km/h. Mit Durchzug der Kaltfront kann es auch einzelne Gewitter mit Graupel und orkanartigen Böen, vereinzelt Orkanböen geben. Auch hinter der Kaltfront muss vor allem nachmittags und abends - abgesehen vom Nordosten - mit einzelnen Schauern und Graupelgewittern gerechnet werden. Die Dauerregensituation im Schwarzwald und im Allgäu hält an, womit am Dienstag zu den schon gefallenen hohen Mengen nochmals etwa 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter hinzukommen. In den westdeutschen Mittelgebirgen entspannt sich die Dauerregenlage am Nachmittag nach Durchzug der Kaltfront. In den Kammlagen der Mittelgebirge gehen die Niederschläge am Nachmittag und Abend teilweise in Schnee über, in Süddeutschland liegt die Schneefallgrenze allerdings bis zum Abend noch bei über 1000 m. In der Nacht zum Mittwoch gibt es weitere Schauer und auch kurze Graupelgewitter. Dabei geben die Niederschläge oberhalb von etwa 400 m, an den Alpen in den Frühstunden oberhalb von 600 m, zunehmend in Schnee über. In kräftigeren Schauern kann es auch bis in tiefe Lagen vorübergehend schneien, wobei dann Glätte durch Schnee- und Graupelmatsch möglich ist. Oberhalb von 400 bis 600 m fallen gebietsweise über 5 cm Neuschnee, in oberhalb von 600 m gelegenen Staulagen auch um 10 cm, in den Kammlagen kann es Verwehungen geben. Der Wind nimmt im Laufe der ersten Nachthälfte auch in der Osthälfte allmählich ab, es gibt aber auch in den Niederungen starke bis stürmische Böen (Bft. 7 bis 8), in Schauer- und Gewitternähe auch Sturmböen (Bft. 9). Auf den Bergen ist mit schweren Sturmböen bis hin zu Orkanböen (Bft. 10 bis 12) auf exponierten Gipfeln zu rechnen. Mit sinkender Schneefallgrenze endet auch im Schwarzwald und an den Alpen die Dauerregenlage.



Letzte Aktualisierung: 31.03.2015, 03.50 Uhr



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Quelle: DWD
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