Thema des Tages
Es ist an der Zeit ... ... sich einzucremen. Nur wenige, und das sind vor allem Dermatologen, die das Thema in diesem Jahr bereits im Februar in die Medien brachten, denken im April schon daran sich mit Sonnenschutzmitteln einzucremen. Aber Mitte April steht die Sonne so hoch wie Ende August und dann schützen sich selbst bereits Gebräunte selbstverständlich vor der teils schädlichen Sonnenstrahlung. Dass die Sonne Ende August und Mitte April gleich hoch steht, lasst sich leicht abschätzen. Der Beginn der kalendarischen Jahreszeiten fällt bei uns mit astronomischen Ereignissen zusammen. Frühjahrs- und Herbstbeginn sind mit der Tag- und Nachtgleiche und damit gleichem Sonnenstand verknüpft. Der August endet etwa drei Wochen vor Herbstbeginn. Daher entspricht der Sonnenstand drei Wochen nach Frühlingsbeginn dem von Ende August. In diesem Jahr war der Tag, an dem die Sonnenhöhe den Wert vom 31. August erreichte, der 13. April. Heute entspricht der Sonnenstand dem des 24. August. Die die Haut schädigende Sonnenstrahlung liegt im ultravioletten Bereich. Sie wird allgemein als UV-Strahlung bezeichnet. Als Maß für die Schädigung gibt es den UV-Index. Der UV-Index gibt die Belastung der Haut beim täglichen Sonnenhöchststand an. Daher entspricht derzeit der UV-Index bei gleicher Wetterlage den Werten Ende August. Er ist unter anderem abhängig von Breitengrad, Jahres- und Tageszeit. Bei wolkenlosem Wetter und außerhalb von Ozonlöchern gilt: Breitengrad : Je weiter man auf der Nordhalbkugel nach Norden kommt, umso geringer wird der UV-Index. Jahreszeit : Je näher man der Sommersonnenwende am 21. Juni ist, desto höher ist der UV-Index (und damit entspricht bezüglich des UV-Index das astronomische/kalendarische Frühjahr dem Sommer und nicht dem Herbst). Tageszeit : Der UV-Strahlung ist am stärksten um die astronomische Mittagszeit, die in Deutschland etwa gegen 13:30 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit erreicht wird. Die Zeitspanne, in der man insbesondere von Mai bis Anfang August die Sonne bei uns ungeschützt meiden sollte, liegt etwa zwischen 11 und 16 Uhr gesetzlicher Zeit. Was besagen die Werte des Index? 0- 2 schwache Belastung 3- 5 mittlere Belastung 6- 7 hohe Belastung 8-10 sehr hohe Belastung >10 extreme Belastung Im Norden Deutschlands wird im Hochsommer die 7 und im Süden die 8 erreicht; Mittelmeerurlauber satteln da noch ein bis zwei Stufen drauf und direkt unter der Sonne geht's bis 12, wenn sie denn während der dortigen Regenzeit scheint. Natürlich spielen noch weitere Faktoren wie die Art eventueller Bewölkung und die Umgebung (z.B. Wasser oder Schnee) für die Sonnenbrandgefahr eine Rolle. Bewölkung verringert den Wert, die Umgebung verstärkt ihn unterschiedlich stark. Die Lufttemperatur hat allerdings auf den Index keinen Einfluss. Besorgen Sie sich also heute Sonnencreme, um ohne Sonnenbrand über das Osterfest zu kommen. Zumindest mal über den Sonntag, denn für den Montag sagen die Wettermodelle mehr Wolken als Sonne vorher. Dipl.-Met. Christoph Hartmann Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 19.04.2014 Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
Quelle: DWD
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